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Geschichte des Ursulinenklosters St. Angela:

 

                  

 

 

 

1884

 

 

 

Stadtpfarrer Münzenberger erwirbt das Grundstück unseres heutigen Klosters in Königstein, nachdem er 1879 das Ursulinenkloster in Frankfurt gegründet hat. Fromme Damen in weltlichem Kleid übernahmen die schon bestehende Sonntagsschule und die Aufsicht über einige Waisenkinder.

Nach Umbauten kommt im gleichen Jahr aus Venray die Oberin Mère Laurende Liessem und führt die Damen nach den gleichen Satzungen wie in Frankfurt ins klösterliche Leben der Ursulinen ein.

1891 Das Königsteiner Kloster wird offiziell mit dem Frankfurter Kloster verbunden und dient als Erholungsstätte für kranke und erholungsbedürftige Schwestern.

 

 

 

 

 

 

1894

 

In Geisenheim am Rhein wird ein weiteres Ursulinenkloster als Filiale von Frankfurt ins Leben gerufen.

In Königstein wird die Höhere Mädchenschule St. Anna gegründet.

1909-1915 Während der Amtszeit von Mere Stephanie Zanssen, die in vorbildlicher Weise das Königsteiner Kloster leitete, werden Kloster und Schule weiter ausgebaut.
1918  

Die Königsteiner Schule wird von einer zehnklassigen Mädchenschule in ein Lyzeum umgewandelt.

 

1929  

Ein Schulneubau wird errichtet, auch eine neue Klosterkapelle entsteht.

 

1940

 

 

Die Schule wird geschlossen und der Konvent muss das Kloster verlassen. Die Schwestern finden Zuflucht in Frankfurt, Geisenheim und befreundeten Klöstern. Zwölf können in Königstein bleiben, da ihnen vom Vater einer früheren Schülerin seine Villa am Ölmühlweg zur Verfügung gestellt wird. Im Kloster wird eine nationalsozialistische Lehrerinnenbildungsanstalt untergebracht.

 

Anf. 1945

 

Das Kloster wird Lazarett. Anschließend beziehen die Amerikaner Quartier im Kloster.

 

Ende d. Krieges 1945 Es gelingt der damaligen Oberin Mutter Magdalena Eberhard durch viele Verhandlungen mit der amerikanischen Besatzungsmacht, das Haus wieder zurückzuerhalten.

 

 

4. Nov. 1945

 

 

 

Mutter Magdalena zieht mit ihrer Stellvertreterin und den Frankfurter Schwestern in das inzwischen sehr verwahrloste Haus ein, da das Kloster in Frankfurt durch Bomben zerstört worden war. Man wählt beid der Wiedereröffnung nach dem Krieg die hl. Angela als Patronin. Ihren Namen trägt seitdem das Königsteiner Haus.

 

 

 

8. Dez. 1945

 

 

 

Die 18 Schwestern, die während der schlimmen Zeit in Marienstatt/Westerwald ein Altersheim betreut hatten, kommen zurück. Aus den Berichten der Schwestern erahnt man die Freude und den Eifer, das wiedergewonnene Haus wohnlich zu machen. Es gibt Entbehrungen aller Art: Mangel an Nahrung, Kleidung, Mobiliar, Gerätschaften usw. Bei großer Kälte gehen die Schwestern in den Wald zum Holzsammeln. Trotz des kalten Winters in ungeheizten Schlafräumen wird keine Schwester krank.

 

21. Nov. 1945

 

Das Noviziat wird eröffnet.

 

18. April 1946

 

Die solange zweckentfremdete Kapelle wird neu geweiht.

 

Die folgenden Jahre sind sehr ereignisreich. Schwestern, die aus dem Osten vertrieben waren, finden in Königstein vorerst eine neue Heimat:

 

 

19. März 1946

 

 

16 Schwestern kommen aus Ratibor. Einige können ein halbes Jahr später die von den Englischen Fräulein in Offenbach geführte Höhere Mädchenschule  übernehmen.

 

September 1946

 

8 Schwestern aus Schweidnitz bitten um vorübergehende Aufnahme. Ein Jahr helfen sie in Schule und Haus, bis sie selbst in Mannheim eine Schule eröffnen.
Oktober 1951

 

Aus Hirschberg/Nordböhmen werden 8 Ursulinen in die Kommunität von Königstein aufgenommen.

 

Sept. 1953 - Juli 1954

 

 

3 Schwestern von Freiwaldau/Sudetenland sind in der Königsteiner Klostergemeinschaft. Sie finden in Hofheim mit anderen Schwestern ihres Konventes ein neues Arbeitsfeld.

 

 

14. Dez. 1948

 

 

 

Das Kloster St. Josef in Geisenheim, bisher Filiale vom Mutterhaus, und St. Angela in Königstein werden Monasterien und damit selbständige Häuser. Die Ordensfrauen beider Konvente legen die feierlichen Gelübde ab und empfangen die Jungfraueweihe (Königstein am 6. Januar 1949, Geisenheim am 27. Januar 1949.)

 

April u. Sept. 1955

 

 

Nach über zwanzigjähriger Tätigkeit kehren die 14 Schwestern des Frankfurter Klosters aus Brasilien zurück. Sechs von ihnen kommen nach Königstein, sechs wählen Geisenheim als neue Heimat, zwei gehen wieder nach Brasilien zurück und treten in die Römische Union der Ursulinen über.

 

26. Nov. 1945

 

Eröffnung des "Staatlich anerkannten Realgymnasiums für Mädchen".

 

Zu Beginn des Schuljahres 1947/48 Widereröffnung der Haushaltungsschule. Schließung wegen Personalmangels am 25. März 1957.

 

1951

 

Wegen des beschränkten Raumes beginnen für Kloster, Internat und Schule die Planungen für bauliche Erweiterungen.

 

 

1952/53

 

 

Ein neuer Klausurbau entsteht, der Seitenbau für das Internat wird zwei Stockwerke erhöht. Bald ergibt sich die  Notwendigkeit eines größeren Kirchenraumes. Es wird ein einschiffiger Kirchenbau erstellt.

 

 

20. Jan 1963

 

Einweihung der Kirche

 

29. November 1964 Grundsteinlegung für den Neubau der Schule wegen wachsender Schülerzahl.
 

1964/65

 

Ein neuer Zwischentrakt mit einer modern eingerichteten Küche entsteht.

 

16. Juni 1966 Einweihung des Schulneubaus.
 

2. Okt. 1966

 

Mutter Magdalena legt nach über dreißigjähriger Amtszeit ihr Amt als Oberin nieder. Der Konvent wählt Schwester Hedwig Klasen zur neuen Oberin. Ihre Amtszeit ist geprägt durch die unmittelbaren Auswirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Sie nimmt die Anregungen zu einer inneren und äußeren Erneuerung des Ordenslebens auf. Die Bedeutung der Hl. Schrift wird - wie weithin in der Kirche - neu entdeckt. Seit dieser Zeit finden sich immer wieder Schwestern  zum Bibellesen und zum freien Beten zusammen.

 

27. März 1973

 

Umwandlung des Gymnasiums und der Realschule in eine schulformbezogene Gesamtschule mit Förderstufe und Sekundarstufe II.
2. Oktober 1975 Nach Ablauf der Amtszeit von Schwester Hedwig wird Schwester Maria Gertrud Reus zur neuen Oberin gewählt.
1979 Neueröffnung des Noviziates
 

1. August 1989

 

Auflösung der Förderstufe und der Gesamtschule, getrennte Eingangsklassen für Gymnasium und Realschule
1989 Schließung des Internats
1989  

Schwester Michaelis beginnt ihre Arbeit im Untersuchungsgefängnis in Frankfurt-Preungesheim.

 

   
1. Januar 1990 Das Bistum Limburg übernimmt die Trägerschaft der Schule wegen mangelnder Lehrschwestern.
1994    Schwester Gabriele beginnt ausländischen Priestern Deutschunterricht zu erteilen
1995  

Eröffnung unseres Geistlichen Zentrums, einem Ort für Wüstentage, Tage der Stille und der Besinnung, sowie für Kurse und Seminare für Interessierte und Suchende.

 

1996 Wahl von Schwester Maria Regina Habekost zur Oberin
Palmsonntag 1997

 

 

Eröffnung der "Bibelschule Königstein", unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Hainz, Exeget für Neues Testament an der Johann- Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Sie bildet den Schwerpunkt unseres Geistlichen Zentrums.

 

1998 Schwester Michaelis wechselt aufgrund der Verlegung des  Untersuchungsgefängnisses von Preungesheim nach Darmstadt- Weiterstadt nach Frankfurt-Sachsenhausen, um mit Schw. Hemma, einer Deutschordenschwester, bei den Obdachlosen zu arbeiten.
 

2000

 

Schwester Dorothea hält in den Kindergärten der umliegenden Ortschaften  Bibelstunden und beginnt Kurse für Katechetinnen und Erzieherinnen zur Einführung in die sogenannte Kett'sche Methode von Schw. Esther Kaufmann.
2000 - heute (2012) Durchführung von Seminaren  im Geistlichen Zentrum, ebenso von  Besinnungstagen für Ruhe- u. Hilfe suchende Menschen
2007 Große Feierlichkeiten  mit Altbischof Prof. Dr. Franz Kamphaus anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bibelschule.
2008 - heute Nachwuchs: Eintritt von 4 Kroatinnen. Zwei sind jetzt (2012) Novizinnen, 2 Postulantinnen. 2 deutsche Kandidatinnen haben sich für März 2012 angemeldet.