
"Gott hat jedem die freie Entscheidung gegeben und er will niemanden zwingen, sondern nur die Richtung weisen, einladen und raten." (aus dem 3. Vermächtnis der hl. Angela)
Die Gelübde als Ausdruck unserer Liebe zu Christus:
| Die Jungfräulichkeit: |
Wenn das jungfräuliche Leben in der Nachfolge Jesu auch den unmittelbaren Wünschen und Strebungen des Menschen entgegensteht, so ist es als Gnadengabe doch eine Quelle der Freude und führt gerade in der Entsagung zu einer Freiheit, die Angeld des Zukünftigen (vgl. Eph 1,14) und ein Zeichen der Hoffnung ist."
(aus den "Weisungen" III,15)
| Die Armut: |
Der in der Nachfolge Christi durch unser Gelübde übernommene Rat der Armut verpflichtet uns zu einem anspruchslosen Leben aus Liebe zu ihm, der um unsertwillen arm wurde, obwohl er reich war (vgl. 2 Kor 8,9). Deshalb bejahen wir Abhängigkeit und Beschränkung im Gebrauch der Lebensgüter und in der Verfügung darüber."
(aus den "Weisungen" III, 18)
| Der Gehorsam: |
In der Gemeinschaft der von Christus Gerufenen verpflichten wir uns durch das Gelübde des Gehorsams zur Annahme der für uns geltenden Weisungen, zum Gehorsam der rechtmäßigen Oberin, wenn sie Anordnungen gemäß den geltenden Weisungen trifft, und zu dem Dienst, wie ihn unsere Gemeinschaft vollzieht.
Der Gehorsam der Schwestern verwirklicht sich innerhalb der Gemeinschaft. Dem Wort Christi entsprechend "Einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder" (Mt. 23,8) gilt es, aufeinander zu hören, einander zu dienen und sich dem Ganzen willig einzuordnen. Der Gehorsam erweist sich im Ja zu den Verpflichtungen, die das tägliche Leben in einer Gemeinschaft mit sich bringt."
( aus den "Weisungen" III, 23 u. 24)